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Allgemeine Erziehungswissenschaft / Theorie der Bildung

Allgemeine Erziehungswissenschaft als Theorie der Bildung an der Universität Wuppertal befasst sich in der Lehre und in der Forschung mit der modernen Konstellation von Bildungsprozessen und mit deren sozialem und kulturellem Wandel.

Dazu gehören:

1. eine Sozial- und Kulturgeschichte von Erziehungs- und Bildungsprozessen, deren Kern die Untersuchung des wechselseitigen Verhältnisses von Moralvorstellungen, von Institutionen und sozialen und ökonomischen Strukturen von der Frühen Neuzeit bis ins 21. Jahrhundert bildet. Die historische Geschlechterforschung ist ein grundlegender Teil davon; ferner die Untersuchungen der Funktionen, die in den letzten dreißig Jahren transnationale Strukturen, Stiftungen oder Experten in der Gestaltung von Bildungsprozessen ausüben. Theoretische und methodologische Bezugspunkte sind die Struktur- und Mentalitätsgeschichte der Annales-Schule sowie die Begriffsgeschichte Reinhard Kosellecks.

2. eine Bildungstheorie, deren Gegenstand die Analyse des modernen Zusammenhangs von Subjekttheorie, Staatstheorie und Bildungssystem ist. Teile davon sind die Auseinandersetzung mit  der idealistischen und neuhumanistischen Theorie der Bildung und mit den bildungsphilosophischen Schriften der Kritischen Theorie sowie die feministische, poststrukturalistische und postkoloniale Kritik an der modernen Bildungstheorie.