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Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Geschlecht und Diversität

Geschlecht und Diversität

Geschlechtliche Zuordnungen beeinflussen Bildungsprozesse und sind von besonderem Gewicht, weil sie verkörpert werden. Zugleich stehen Geschlechterverhältnisse in Wechselwirkungen mit anderen sozialen Unterscheidungen, wie bspw. nationale und kulturelle Zuordnungen oder Klassenverhältnisse. Die erziehungswissenschaftliche Frauen- und Geschlechterforschung hat wesentlich dazu beigetragen, den Anspruch auf Gleichberechtigung im Zugang zu Bildung zu artikulieren und historisch zu rekonstruieren. Das Plädoyer für Gleichheit wird dabei mit dem Recht auf Differenz in Beziehung gesetzt. Geschlechterdifferenz wird offen gehalten für eigensinnige Positionen in Auseinandersetzung mit der gesellschaftlich dominierenden zweigeschlechtlichen Ordnung.

Das Feld von Geschlecht und Diversität fordert die Selbstreflexion pädagogisch Handelnder heraus. Diversität steht für die Auseinandersetzung mit Unterscheidungspraktiken und mit der immanenten gesellschaftlichen Pluralität. Damit aus Diversität nicht Diskriminierung wird, sind die Wirkungen machtvoller Zuschreibungen zu untersuchen, die in Bildungsinstitutionen ausgeübt werden. In Forschung und Lehre werden Perspektiven für eine migrationsgesellschaftlich zeitgemäße und rassismuskritische Bildungsarbeit entwickelt.

Verantwortung und Flucht

Das Institut für Erziehungswissenschaft lädt ein zu einem Workshop zum Thema „Verantwortung und Flucht – Erziehungswissenschaft und städtische Öffentlichkeit im Dialog“ am Mittwoch, den 21. Juni 2017 von 10.00-16.00 Uhr im Bergischen Zimmer (Gebäude ME). Das Programm finden Sie anbei. Es handelt sich um einen offenen Workshop, für den keine Anmeldung erforderlich ist und zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.