Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften

Beate Schütz

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Titel und Abstract des Dissertationsprojektes:

Der Nutzen der sozialen Dienstleistung rechtliche Betreuung aus der Sicht der Betreuten

Unter dem Arbeitstitel "Der Nutzen der sozialen Dienstleistung rechtliche Betreuung aus der Sicht der Betreuten" soll untersucht werden, inwieweit das im Jahr 1992 in Kraft getretene Betreuungsrecht und dessen auf GG Art.2 basierter Anspruch auf Selbstbestimmung mit der neueren Dienstleistungstheorie korrespondiert.

Das Erkenntnisinteresse der Studie orientiert sich an den individuellen und institutionellen Merkmalen, die rechtliche Betreuung aus Nutzersicht strukturell fördern bzw. behindern. Deshalb wird danach gefragt, welche Funktionen die in den gesetzlichen Aufgabenkreisen definierten Betreuertätigkeiten für die Betreuten konkret haben. Auch ist danach zu fragen, inwiefern die Betreuungspraxis den Betreuten Spielräume zur Realisierung weiterer, eigener Nutzenerwartungen eröffnet.

Empirisch werden die fünf häufigsten Betreuungsgruppen (Psychisch Kranke, Suchtkranke, Körperlich Behinderte, Geistige Behinderte, Demente) berücksichtigt, unterteilt in aktiv Betreute und abgeschlossene Betreuungen. Es werden qualitative Interviews durchgeführt. Der Frageleitfaden fokussiert die individuellen Handlungen der Hauptakteure rechtlicher Betreuung (rechtliche Betreuer, Betreuungsrichter, Rechtspfleger, Betreuungsbehörde und Betreute) auf der Inhaltsebene (z.B. Kompetenzen der Problembewältigung, Erledigung von Sachaufträgen) und auf der Interaktionsebene (persönliche Beziehungen, Empathie).

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