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Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Berufs- und Weiterbildung

DoktorandInnen

  • Eliza Grezicki M.A. (Zweitbetreuung, Erstbetreuung Frau Prof. Dr. Casale): Die pädagogisch anthropologische Grundlegung des Studium Generale (Arbeitstitel)
    Ziel des Promotionsvorhabens ist, die Idee des pädagogisch anthropologisch gedachten Studium Generale in der BRD nach 1945 zu analysieren. Die Idee des Studium Generale im Rahmen der (Erziehungs)Wissenschaft der BRD nach 1945 wird dabei bildungshistorisch und erkenntnis-/wissenschaftstheoretisch erforscht.
    Das Studium Generale wird im Diskurs über die Möglichkeit und Notwendigkeit der Bildungs- und Universitätsreformen in der BRD nach 1945 im Sinne Klaus Schallers Verständnis des pädagogisch anthropologischen Studium Generale analysiert. Der Ausgangspunkt dieser Idee des Studium Generale liegt in Schallers Kritik an René Descartes' Wissenschaftstheorie. In Schallers Werk werden insbesondere das Denken und die Stellung der Wissenschaftslehre Fichtes, der Wissenschaftsdidaktik und der Erziehungswissenschaft innerhalb der neuzeitlichen Wissenschaft beleuchtet. Aus diesen Verständnissen heraus werden weitere (erziehungswissenschaftliche) Auffassungen des Studium Generale vor dem Hintergrund ihrer wissenschaftstheoretischen Paradigmen analysiert. Von der Rekonstruktion ausgehend werden Rückschlüsse auf die Disziplingeschichte der Pädagogik/Erziehungswissenschaft, auf die Wissenschaftsgeschichte, die Lehrerbildung und den epistemologischen Wandel gezogen.
  • Andre Kukuk M.Ed.: Digitalisierungswiderstände von betrieblich Beschäftigten in der Transformationsgesellschaft (Arbeitstitel)
  • Lorina Metzger M.A.: Solidarität: ein Begriff erziehungswissenschaftlichen Denkens und Handelns? Eine philosophisch-theoretische Reflexion und hermeneutisch-historische Rekonstruktion erwachsenenbildungstheoretischer Solidaritätsdeutungen am Beispiel der Arbeiterbildung (Arbeitstitel)
    Entwürfe gesellschaftlichen Zusammenseins sind als implizite Annahmen in allen Bildungstheorien und -vorstellungen enthalten. Ziel der Arbeit ist es, beispielhaft am Begriff „Solidarität“ dieses Verhältnis von Gesellschaft und Bildung zu veranschaulichen. Den Ausgangspunkt bildet die Annahme, dass Solidaritätsvorstellungen bereits in die Bildungsideen der Arbeiterbildung des 19. Jahrhunderts eingegangen sind. Dieser Spur folgend, wird der Versuch unternommen, eine Theorie ‚solidarischer Bildung‘ zu formulieren.  

Abgeschlossene Promotionen

  • Dr. Marina Radke (Zweitbetreuung, Erstbetreuung Frau Prof. Dr. Röhner): Entwicklung der Selbstwirksamkeitsüberzeugungen in der Berufsorientierung für Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis (BJA) durch Innovierung und Umstrukturierung des Unterrichtkonzeptes (abgeschlossen Juni 2016)
  • Dr. Ulrich Weiß (Erstbetreuung, Zweitbetreuung Herr Prof. Dr. Philipp Gonon): Jenseits des Scheiterns? Anerkennung und Anerkennbarkeit in berufs- und bildungsbezogenen Orientierungen Jugendlicher mit Hauptschulabschluss im Berufsgrundbildungsjahr (Abgeschlossen am 16.04.2018)
    Angebote des schulischen Übergangssystems dienen, unterhalb einer qualifizierenden Ausbildung, erstens dem Abgelten der gesetzlichen Schulpflicht, ermöglichen zweitens den Erwerb erweiterter Schulabschlüsse und sollen drittens den Übergang in qualifizierende Ausbildung unterstützen. Die Teilnahme an solchen Angeboten gilt im einschlägigen berufspädagogischen Diskurs als Indikator individueller Benachteiligung, von der insbesondere Hauptschulabsolvent/inn/en und unter diesen insbesondere allochthone Jugendliche vermeintlich betroffen sind. Es gibt jedoch verschiedene Hinweise darauf, dass die Teilnahme an einem Angebot des Übergangssystems von den Jugendlichen selbst weniger als Notlösung sondern als Teil subjektbasierter Strategien aufgefasst wird, die verschiedenen individuellen Bedürfnissen und Orientierungen gewidmet ist. Hierzu gehört z. B. das Ziel, mit der Hauptschulbiografie in Verbindung stehende individuelle und kollektive Missachtungserfahrungen zu bearbeiten, um zu einer positiv aufgeladenen Selbstbeziehung zu gelangen, die weitere proaktive Bemühungen um eine be-rufliche Zukunft erst möglich erscheinen lassen.
    Ziel der Studie ist eine Typologie bildungs- und erwerbsbiografischer Orientierungen, die ein genaueres Bild der subjektiven und intersubjektiven Gründe für die Teilnahme Jugendlicher an Angeboten des schulischen Übergangssystems ermöglichen. Hierzu wurden Gruppendiskussionen mit Jugendlichen im Berufsgrundbildungsjahr rekonstruktiv analysiert.