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Pädagogik der frühen Kindheit und der Primarstufe

Arbeitsschwerpunkte der Professur

  • Systematische und empirische Grundlagen der Lebensphase Kindheit
  • Theorien und Konzepte kindlicher Weltaneignung
  • Erforschung kindlicher Lebenswelten und Lernorte
  • Schulische und außerschulische Bildungsprozesse
  • Transistorische Aspekte (Übergänge Elementar-Primarbereich, Primar-Sekundarbereich)
  • Organisations- und Schulentwicklung
  • Spracherwerbs- und Sprachlernprozesse im Übergang vom Elementar- zum Primarbereich

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

  • Sprachförderung im interkulturellen Kontext
  • Sprachförderung im Kontext frühen naturwissenschaftlich-technischen Lernens
  • Offene Ganztagsschule aus der Perspektive von Kindern
  • Bildungsbiographien von Hauptschülern
  • Mediennutzung im Grundschulalter

Laufende Promotionen

Vergleichende Analyse bildungssprachlicher Elemente monolingualer und bilingualer Kinder in naturwissenschaftlichen Lernsituationen des Primarbereichs (Britta Hövelbrinks)

Sprachkompetenz wirkt sich auf die Unterrichtsbeteiligung in allen Schulfächern und damit auf die gesamte Bildungsbiographie aus. Dabei ist es vor allem die „Bildungssprache“, die in den Bildungsinstitutionen vorherrscht und mit steigender Jahrgangsstufe zunimmt. Dies macht vor allem bilingualen Kindern zu schaffen, die kaum die Gelegenheit hatten, bildungssprachliche Elemente außerschulisch zu erwerben.

Anknüpfend an das Forschungsprojekt „Sprachförderung von Migrantenkindern im Kontext frühen naturwissenschaftlich-technischen Lernens“ sollen Anteile und Formen bildungssprachlicher Elemente untersucht werden. Um eine Aussage über den Förderbedarf der Kinder treffen zu können, wurde eine gleichaltrige Vergleichsgruppe mit monolingualen Kindern gebildet. Mithilfe von Videoaufnahmen und daraus gefertigten Transkripten wird die mündliche Sprachkompetenz in naturwissenschaftlichen Lernsituationen im Hinblick auf das Register Bildungssprache untersucht. So können sprachliche Hürden im Bildungsverlauf aufgedeckt und in Sprachfördermaßnahmen frühzeitig berücksichtigt werden.

Empirische Analysen zum Unterrichtsdiskurs im Sprachförderprojekt zum naturwissenschaftlichen Lernen für Zweitsprachlernende im Primarbereich
(Meng Li)

Das Thema der Förderung vom Zweitsprachlernen erfährt seit den 1980er Jahren eine hohe Aufmerksamkeit in Deutschland. Im Primarbereich sind bereits viele Förderkonzepte und -maßnahmen entwickelt und realisiert worden. Jedoch liegen kaum empirische Untersuchungen vor, die sich mit dem Unterrichtsdiskurs in diesem Kontext beschäftigen. Die vorliegende Arbeit greift dieses Desiderat auf und versucht eine deskriptive Bestandsaufnahme des Unterrichtsdiskurses im untersuchten Kontext. Das vorhandene empirische Datenmaterial eines Sprachförderprojekts mit Kindern (n=30) mit Migrationshintergrund aus dem ersten Schuljahr wird unter linguistischen, gesprächsanalytischen und sprachdidaktischen Gesichtspunkten analysiert.

Textüberarbeitung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in der Sekundarstufe I. Zum Einsatz von Schreibkonferenzen im Förderunterricht (Maria Gierth)

In diesem Dissertationsprojekt wird mit Hilfe von Fragebögen, Schülertexten sowie Videoaufnahmen von Textüberarbeitungsgesprächen aus den Schreibkonferenzen und deren Transkripten untersucht, wie selbstverfasste Texte (am Beispiel von freien vs. angeleiteten Texten) im Förderunterricht überarbeitet werden können. Besonderer Fokus wird dabei auf die Überarbeitungsebenen, die Auswirkungen von Schreibkonferenzen auf die Textüberarbeitungskompetenz der Jugendlichen sowie die Untersuchung deren Sprachbewusstheit im Umgang mit Textrevisionen gelegt.

Vergleichende Analyse von altershomogenen und altersheterogenen Betreuungsformen im Hinblick auf responsive Sprachförderung für Kinder unter drei Jahren (Heidi Seyfferth)

Ab Mitte des Jahres 2013 erhalten Kinder unter drei Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertagesstätte oder in einer Tagespflege. Das Fachpersonal ist hierfür kaum qualifiziert. Eine konsequente Weiterbildung wird notwendig sein. Hierfür soll im Rahmen dieser Dissertation versucht werden, mit der Methode der qualitativen Videoanalyse in einem Pilotkindergarten ein wirksames Sprachkonzept für Kinder unter drei Jahren zu erstellen. Insbesondere wird hierbei der Fokus auf eine optimale Eingewöhnung der Kinder in die Institution gelegt sowie auf die professionelle Responsivität der ErzieherInnen und deren fachliche Qualitäten zur Sprachförderung. Ein internationaler Vergleich soll zeigen, wie andere Länder dem politisch brisanten Thema der sprachlichen Frühförderung von Anfang an begegnen.